Atemschule
Hier geht es zur Einladung.
Freitag,22.März 2013 16-18 Uhr Freitag,29.März 2013 16-18 Uhr Freitag,5. April 2013 16-18 Uhr
diese 3 Termine bilden jeweils ein sinnvolles Ganzes , daher empfehlen wir Ihnen, diese Termine gemeinsam zu planen.
Weiterer Kurs im Juni 2013
Freitag, 7. Juni 2013 16-18 Uhr Freitag, 14.Juni 2013 16-18 Uhr Freitag, 21. Juni 2013 16-18 Uhr
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Bei Interesse melden Sie sich bitte über e-mail an praxis@lungenspezialist an. Wir führen derzeit eine Warteliste für
interessierte Patienten. Die Teilnahme an diesem Seminar ist für Patienten unserer Ordination zwar kostenlos,
auf Grund der begrenzten Teilnehmeranzahl ist allerdings eine verbindliche Anmeldung nötig.
Nähere Informationen zur ATEMSCHULE finden Sie unter: http://www.atemschule.at
Informationen bezüglich Strahlenbelastungen nach dem Erdbeben in Japan
Strahlenbelastungspfade bei einem radiologischen Notfall
Bei einem radiologischen Unfall können die freigesetzten radioaktiven Stoffe auf unterschiedlichen Pfaden zu einer Strahlenbelastung der Menschen führen. Hier sind vor allem vier Pfade von Bedeutung:
- Wolkenstrahlung ist die Strahlung aus den durchziehenden kontaminierten Luftmassen (Submersionsdosis)
- Bodenstrahlung ist die Strahlung der am Boden abgelagerten Radionuklide
- Einatmen von in der Luft befindlichen radioaktiven Stoffen (Inhalation)
- Verzehr von radioaktiven Stoffen mit der Nahrung (Ingestion)
Kontaminierte Lebensmittel
Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl war der größte Teil der Strahlenbelastung der Österreicher auf den Konsum kontaminierter Nahrungsmittel zurückzuführen. Nach Informationen des Gesundheitsministeriums werden nach Europa aus Japan kaum Lebensmittel oder Futtermittel importiert.
Im Gegenteil: Japan gilt als klassisches Importland, das jährlich Waren im Wert von 67 Milliarden Dollar (48,6 Mrd. Euro) einführt. In der Regel gibt es keine Direktimporte nach Österreich. Waren aus Japan gelangen fast ausschließlich über große Häfen wie Amsterdam, Rotterdam und Hamburg in den EU-Raum. Direktimporte nach Österreich sind nur über die Flughäfen Wien-Schwechat und Linz möglich. Dorthin werden in der Regel aber keine Lebensmittel gebracht, sondern höchstens Lebendtiere wie Zierfische.
Nach Österreich kommen aus Japan Spezialitäten wie getrocknete Pilze, Tee, Saucen und spezielle Gewürze und davon nur geringe Mengen. Da der Import so gut wie immer per Schiff erfolgt und Tage dauert, sind
alle Produkte, die jetzt in Österreich erhältlich sind, nicht radioaktiv kontaminiert und können daher problemlos konsumiert werden. Japan hat selbst einen sehr hohen Fischverbrauch, daher gibt es auch in diesem Sektor große Importe gegenüber geringen Exporten.
Kontamination des Meeres
Im Fall von massiven Freisetzungen radioaktiver Stoffe und entsprechender Wetterlage kann es zu einer Kontamination des Meeres kommen. In der Folge kann dies zu einer Kontamination von Fischen führen. Anzunehmen ist allerdings, dass aufgrund der großen Verdünnung der radioaktiven Stoffe im Meer eine massive radioaktive Belastung des Menschen durch den Konsum von Speisefischen bzw. Meeresfrüchten nicht eintreten wird. Selbstverständlich wird derzeit die Lage sehr genau beobachtet und analysiert, um bei Bedarf rasch und gezielt die zum Schutz der österreichischen Verbraucher erforderlichen Maßnahmen ergreifen zu können. Gegenwärtig besteht kein Anlass zur Sorge.
Information zur Kaliumjodidbevorratung in Österreich
Das BMG hat informiert, dass die gegenwärtige Situation in Japan nach dem Erdbeben derzeit keine Bedrohung für die österreichische Bevölkerung durch radioaktives Jod darstellt. Für einen Ernstfall bevorratet Österreich zum Schutz der Risikogruppen (Kinder, Jugendliche bis zum vollendeten 18.Lebensjahr, Schwangere und Stillende) ausreichend Kaliumjodid-Tabletten. Die verfügbaren Chargen werden vom Arzneimittelkontrolllabor des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen laufend auf Qualität und Wirksamkeit überprüft.
Kaliumjodid-Tabletten sollen nur auf ausdrückliche Anordnung derGesundheitsbehörden eingenommen werden. Eine Einnahme ohne Gefahr einer Strahlenbelastung ist sinnlos und eventuell sogar schädlich!
Österreich hat zum Schutz der Zielgruppen 6 Mill. Packungen zu jeweils zehn Tabletten Kaliumjodid in allen Apotheken, ärztlichen Hausapotheken und Krankenanstalten gelagert. Zusätzlich wird in allen Schulen, Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen die erste Tagesdosis Kaliumjodid für jedes Kind bereitgehalten. Ferner gibt es eineBundesreserve.
Das Arzneimittel blockiert die Schilddrüse hocheffektiv gegen radioaktives Jod und kann so Schilddrüsenkrebs bei den Risikogruppen verhindern. Es stellt somit einen prophylaktischen Schutz gegen die Aufnahme von radioaktivem Jod in der Schilddrüse dar. Derzeit gibt es keine Anordnung zur Ausgabe der Tabletten oder der Einnahme in Österreich!
Quellen: Lebensministerium V/7 (04.11.2008), BMG (14.03.2011)
Richtwerte der Strahlenbelastung
Neben der Strahlenbelastung durch natürliche Quellen (kosmische Strahlung, terrestrische Strahlung, Inhalation von Radionukleiden, ...), die pro Jahr in Österreich ca. 1 - 3 mSv (Millisievert) ausmacht, besteht noch eine Belastung durch künstliche Quellen (medizinische Anwendungen, Atomkraftwerke, Kernwaffentests, ...), die im Schnitt pro Jahr bei 1 - 2 mSv liegt. Die folgende Tabelle zeigt die Einzelbelastungen (Äquivalenzdosis) verschiedener Quellen:
| Strahlenquelle | Äquivalenzdosis (Ganzkörper) in mSv |
| Röntgenaufnahme (Schädel oder Lunge) | 0,1 |
| Transatlantikflug (ca. 8h auf 12km Höhe) | 0,2 - 0,3 |
| Computertomographie (Bauchraum) | 10 - 25 |
| Strahlentherapie | 30 - 70 |
Als Grenzwert für die unbedenkliche Dosisleistung (Äquivalenzdosis pro Zeit) gilt derzeit 1 mSv / Jahr, das Überschreiten des Grenzwertes ist nur zulässig, wenn der zu erwartende Nutzen höher als das damit verbundene Risiko zu bewerten ist.